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Die Story mit Inkassobüros (Handbuch)

Dieses Thema im Forum "Wer weiss wie wo was?" wurde erstellt von Baselifter, 11 Juli 2012.

  1. Baselifter

    Baselifter Plapperer

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    Hallo allerseits.

    Wie ich gelesen habe, melden sich immer wieder Leute im Thread "Kleine Rechtsfrage OR Art.106".
    Nun bin ich auf die Idee gekommen, ein Handbuch zum Umgang mit Inkassobüros zu verfassen.
    Ein Basiskonstrukt hab ich schon verfasst.
    Dies soll aber noch nicht alles sein.
    Mir ist wichtig, das wir alle zusammen an dem Handbuch arbeiten und so einen guten Leitfaden für Inkassoopfer erstellen können.
    Ich hoffe auf rege Teilnahme.
    Bringt Ideen und Erfahrungen mit ein.
    Macht Scans von den Briefen die Ihr vom Inkassobüro erhalten habt und stellt uns diese zur Verfügung, aber vergesst nicht Eure Namen und sonstige persönliche Merkmale zu überdecken.
    Jeder noch so kleine aber sinnvolle Beitrag ist uns willkommen.

    Grüsse

    Base
    Sa-Bo und Theo gefällt das.
  2. Baselifter

    Baselifter Plapperer

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    In den folgenden Postings zeige ich Euch pro Posting jeweils eine Seite des Rohkonstrukts des Handbuchs.
  3. Baselifter

    Baselifter Plapperer

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    1.png

    Tipps zum Umgang mit Inkassobüros

    Wie wir alle wissen, kann es schon mal vorkommen, das wir eine Rechnung nicht zahlen können.
    Sei es aufgrund einer Fehlkalkulation in unserem Budget, oder weil eine andere sehr wichtige Zahlung sich angekündigt hat.
    Die Gläubiger verwarnen dann in der Regel zwei mal und ergreifen dann Massnahmen.
    Eine dieser Massnahmen ist dann die "Abtrettung" an ein Inkassobüro.

    Viele Gläubiger geben den Fall auch gleich ohne Verwarnung an ein Inkassobüro weiter.
    Dieses versucht dann, unter Anwendung von fiesen Tricks, dem säumigen Schuldners die Schulden plus dicke weitere Zahlungen aus den Rippen zu leiern.
    Viele Schuldner geben den Drohungen und am Ende auch den Forderungen nach und zahlen.

    Doch die übertriebenen Forderungen zu zahlen ist absolut unnötig.
    Auf den folgenden Seiten zeige ich Ihnen, was Sie gegen die Abzockermethoden der Inkassofirmen machen können.
    .
  4. Baselifter

    Baselifter Plapperer

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    Die Masche der Inkassobüros

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    Eines Tages flattert einem ein Brief eines Inkassobüros ins Haus.
    Eine höfliche Aufforderung zur Zahlung der Schulden.
    Damit fangen die Probleme schon an.
    Denn die Inkassofirma fordert zuerst die Schulden welche man beim Gläubiger hat, und obendrein wollen sie Verzugsschaden plus Spesen.
    Dessen nicht genug fordern sie auch noch Gebühren für die "Adressrecherche".
    Desweiteren fordern die Inkassobüros auch Verzugszinsen.
    Diese zusätzlichen Zahlungen können schnell über 100% der ursprünglichen Schuld ausmachen.
    Aus einer Rechnung von 100 Franken wird auf einmal eine Rechnung von 220 Franken.
    Dreist wie die Inkassounternehmen sind, fertigen sie eine "saubere" Aufstellung der Schulden an und senden sie dem Schuldner zu.

    Viele Schuldner schämen sich, oder ignorieren die Forderungen des Inkassobüros.
    Dies ist einer der grundlegenden Fehler.
    Denn es öffnet dem Inkassounternehmen Tür und Tor massiven Druck auf den Schuldner auszuüben.
    Es werden dann folgende Tricks aufgefahren um den Schuldner zur Zahlung zu "motivieren":

    1. Das Inkassobüro schreibt im zweiten Brief, das dies die "letzte Mahnung" sei, danach werden rechtliche Schritte eingeleitet.

    2. Im dritten Brief schreibt das Inkassounternehmen, das rechtliche Schritte (Betreibung) eingeleitet wurden, man diese aber mit einer Zahlung innert 7 Tagen umgehen könne.

    3. Das Inkassobüro droht im vierten Brief mit strafrechtlicher Verfolgung, wenn die Rechnung nicht umgehend beglichen wird.

    4.Das Inkassobüro betreibt automatischen Telefonterror in dem man von einem Automatischen Telefonsystem kontaktiert wird, welches einem klar macht, das man die geforderte Summe zu überweisen hat. Man kann nur zuhören oder den Hörer auflegen. Für diese Inkassovariante werden ebenfalls Gebühren erhoben, welche das Inkassounternehmen dem Schuldner in Rechnung stellt.

    5. Das Inkassobüro zeigt sich auf einmal vermeidlich fair und bietet dem Schuldner eine Ratenzahlung in der er die Grösse der Raten selbst festlegen kann.

    Viele Schuldner fühlen sich spätestens bei der Androhung der strafrechtlichen Verfolgung dazu genötigt, die ganze Forderung zu bezahlen.
    Doch dies ist absolut unnötig.

    Viel wichtiger ist an dieser Stelle, einen kühlen Kopf zu bewahren und zu versuchen das Inkassounternehmen in die Defensive zu bringen.
    Ich zeige Ihnen wie Sie das bewerkstelligen können.
    .
  5. Baselifter

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    Rechtliches

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    Wie mancher Schuldner sich sicher schon dachte, geht das Ganze nicht mit rechten Mitteln zu.

    Da wären zum Beispiel die oft von Inkassobüros im Zusammenhang mit dem Verzugsschaden genannten OR (Obligationenrecht) Artikel 106 und 108.
    Was hat es mit denen auf sich?

    Der Artikel 106 im OR lautet wie folgt:

    Art. 106
    3. Weiterer Schaden
    1 Hat der Gläubiger einen grösseren Schaden erlitten, als ihm durch die Verzugszinse vergütet wird, so ist der Schuldner zum Ersatze auch dieses Schadens verpflichtet, wenn er nicht beweist, dass ihm keinerlei Verschulden zur Last falle.
    2 Lässt sich dieser grössere Schaden zum voraus abschätzen, so kann der Richter den Ersatz schon im Urteil über den Hauptanspruch festsetzen.

    Eingefügt aus <http://www.admin.ch/ch/d/sr/220/a106.html>

    Der Artikel 108 im OR:

    Art. 108
    b. Ohne Fristansetzung
    Die Ansetzung einer Frist zur nachträglichen Erfüllung ist nicht erforderlich:
    1.
    wenn aus dem Verhalten des Schuldners hervorgeht, dass sie sich als unnütz erweisen würde;
    2.
    wenn infolge Verzuges des Schuldners die Leistung für den Gläubiger nutzlos geworden ist;
    3.
    wenn sich aus dem Vertrage die Absicht der Parteien ergibt, dass die Leistung genau zu einer bestimmten oder bis zu einer bestimmten Zeit erfolgen soll.

    Eingefügt aus <http://www.admin.ch/ch/d/sr/220/a108.html>


    Das tönt ja alles ganz offiziell, doch das ist es nicht.
    Der Schadensfall muss der Gläubiger dem Schuldner glaubhaft machen, ansonsten hat er keinen Anspruch auf Verzugsschadenszahlungen.
    Da jedoch nicht das Inkassobüro der Gläubiger ist, kann es auch keinen Verzugsschaden einfordern.

    Artikel 108 Abs. 3 beschreibt ganz klar einen Vertrag.
    Sofern man gegenüber dem Inkassobüro gegenüber kein Papier unterzeichnet hat, besteht auch kein rechtsgültiger Vertrag zwischen Schuldner und Inkassobüro.

    Aus diesen Gründen sind die Erwähnungen der Artikel 106 und 108 aus dem Obligationenrecht nicht viel mehr als heisse Luft.

    Weitere Punkte sind automatisiertes Telefoninkasso und Strafandrohungen seitens des Inkassobüros.
    Beide Punkte fallen in den Bereich der Nötigung und können dem Inkassobüro dementsprechend zur Last gelegt werden.
    .
  6. Baselifter

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    Was muss bezahlt werden?

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    Diese Frage ist mehr als berechtigt, schliesslich will sich niemand über den Tisch ziehen lassen.

    Experten raten dazu, nur die Schulden die man dem Gläubiger schuldet plus die Verzugszinsen (in der Regel 5% der Schulden im Jahr) zu bezahlen.
    Alle weiteren Forderungen, welche vom Inkassobüro gestellt werden, können Sie ignorieren.

    Dazu gehören folgende Forderungen:

    1. Verzugsschaden nach OR Art. 106 und Art. 108
    2. Spesen
    3. Adressrecherchen
    4. Mahngebühren seitens Inkassobüro
    5. Telefoninkasso Gebühren
    .
  7. Baselifter

    Baselifter Plapperer

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    Was muss beachtet werden...

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    Was Sie unbedingt beachten sollten:

    1. Egal wie sehr Sie das Inkassobüro unter Druck setzt, lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Das Inkassobüro hat so gut wie keine Handhabe gegen Sie.
    2. Lesen Sie jeden Brief des Inkassobüros ganz genau durch.
    3. Werfen Sie kein Brief des Inkassobüros in den Abfall.
    4. Gehen Sie auf keinen Fall auf Abzahlungsangebote des Inkassobüros ein.
    .
  8. Baselifter

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    Das Opfer schlägt zurück...

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    Wem die ganzen Briefe und Anrufe "auf den Sack" gehen, hat die Möglichkeit zurück zu schlagen.
    Dies kann freundlich aber bestimmt, wie auch direkt und etwas Frech von statten gehen.

    In der Regel haben die Inkassofirmen selbst keine Ahnung von Recht und Gesetz, daher haben Sie die Möglichkeit auch mal etwas dicker aufzutragen.
    Sie können sogar eine Pattsituation aufbauen.
    Doch bleiben Sie immer sachlich.
    Nie die Beherrschung verlieren und gar beleidigend werden.
    Denn Sie wissen, Sie sind am längeren Hebel.

    Die Möglichkeiten im Detail:

    Das freundliche Einschreiben:

    Sehr geehrte Damen und Herren

    Ich beziehe mich auf Ihr Schreiben vom *Datum*

    Sie schreiben mir darin, das ich der Firma *Name* noch *Zahl* Franken schulde.
    Diese Schuld setzt sich zusammen aus:

    - *Zahl* Franken Verzugsschaden (Nach OR 106, 108)
    - *Zahl* Franken Spesen/Zinsen

    Gemäss schweizer Gesetz bin ich nicht verpflichtet und auch nicht gewillt, den Verzugsschaden wie auch die Spesen der Firma *Name* zu übernehmen, da ich in keinem Rechtsverhältniss mit der Firma *Name* stehe.
    Da in Ihrem Schreiben die Zinsen (in Franken) nicht klar deffiniert sind, sondern sich aus Spesen/ Zinsen zusammensetzen, bitte ich Sie nun freundlichst, mir eine detailierte Aufstellung der Zinsrechnung zu senden.

    Was Ihre Spesen und sonstige Kosten der Firma *Name* anbelangt so wollen Sie sich doch mit dem Gläubiger in Kontakt setzen.

    Mit freundlichen Grüssen
    *Name*

    Das freche Einschreiben:

    Sehr geehrte Damen und Herren

    Ich beziehe mich auf Ihr Schreiben vom *Datum*

    Sie schreiben mir darin, das ich der Firma *Name* noch *Zahl* Franken schulde.
    Diese Schuld setzt sich zusammen aus:

    - *Zahl* Franken Verzugsschaden (Nach OR 106, 108)
    - *Zahl* Franken Spesen/Zinsen

    Aus rechtlicher Sicht bin ich nicht verpflichtet, diese Beträge zu bezahlen.
    Dies werde ich in diesem Fall auch nicht tun.
    Wie Ihnen sicherlich bestens bekannt ist, ist Zeit Geld.
    Deshalb möchte ich erwähnen, das ich von nun an für die Umtriebe die Sie mir machen, ebenfalls Gebühren erheben werde.
    Für jede Stunde Arbeit die Sie mir mit Ihren Briefen und Anrufen bescheeren werde ich Ihnen 120 Franken in Rechnung stellen.
    Ihr nächstes Schreiben an mich werte ich als Zustimmung.

    Mit freundlichen Grüssen
    *Name*
    .
  9. Baselifter

    Baselifter Plapperer

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    7.jpg

    Rechtliche Hinweise:
    Der Autor übernimmt keine Haftung für eventuelle Schäden die dem Leser durch Befolgung der Angaben in diesem Dokument entstehen können.
    Dieses ist keine Rechtshilfe sondern dient deiner Orientierung.
    .
  10. Theo

    Theo Sehr aktiver Plapperer

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    Das ganze wird sicherlich einigen Helfen RICHTIG mit Inkassobüros umzugehen und nicht in Schreckstarre zu verfallen
    und nicht zu reagieren.
    Klar, besser ist es natürlich, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. :)

    Gruss
    Theo
  11. Baselifter

    Baselifter Plapperer

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    Vor Ort Inkasso:
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    Ergänzend will ich noch hinzufügen, das gemäss der Gratiszeitung 20Minuten auch in der Schweiz das vor Ort Inkasso am aufkommen ist.
    Das bedeutet, das unseriöse Inkassounternehmen einem Schlägertypen auf den Hals hetzen.
    Vor denen braucht sich jedoch niemand zu fürchten.
    Dies aus den folgenden Gründen:

    1. Würde der Inkassotyp Sie anfassen, gilt das als tätlicher Angriff und kann strafrechtlich verfolgt werden.
    2. Sie sind nicht verpflichtet, den Inkassoschläger in die Wohnung zu lassen, da er keine Exekutivrechte wie die Polizei oder der Betreibungsbeamte geniesst.
    3. Sollte die Person des Inkassobüros sich trotzdem Zugang zur Wohnung verschaffen wollen, gilt dies als Hausfriedensbruch und kann angezeigt werden.
    4. Im Falle des unberechtigten Zutritts des Inkassoschlägers dürfen Mittel ergriffen werden, ihn aus der Wohnung zu befördern, dies bedeutet, wenn er den Fuss in die Türe stellt,
    sind Sie berechtig ihn aufzufordern seinen Fuss aus der Tür zu nehmen, sollte er es nicht tun, muss er damit rechnen, das sein Fuss daraufhin für Wochen den Dienst versagt.

    Absatz 4 ist gedeckt durch den "Selbstjustiz Paragrafen" Art. 926 ZGB

    Art. 926

    C. Bedeutung
    I. Besitzesschutz
    1. Abwehr von Angriffen
    1 Jeder Besitzer darf sich verbotener Eigenmacht mit Gewalt erwehren.
    2 Er darf sich, wenn ihm die Sache durch Gewalt oder heimlich entzogen wird, sofort des Grundstückes durch Vertreibung des Täters wieder bemächtigen und die bewegliche Sache dem auf frischer Tat betroffenen und unmittelbar verfolgten Täter wieder abnehmen.
    3 Er hat sich dabei jeder nach den Umständen nicht gerechtfertigten Gewalt zu enthalten.

    Eingefügt aus: <http://www.admin.ch/ch/d/sr/210/a926.html>

    Es bleibt noch zu erwähnen, das es sich in einem solchen Falle um Nötigung handelt.
    Sie sind also berechtigt, sich innerhalb vertretbaren Massen zu verteidigen.
    Denken Sie aber daran, den Täter (sofern noch möglich) aufzufordern, Ihre Wohnung zu verlassen.
    Handelt der Täter nicht, dürfen Sie ihm beim Verlassen Ihrer Wohnung "behilflich" sein.
    Es ist in einem solchen Falle immer von Vorteil, Augenzeugen zu haben, welche die Nötigung seitens des Inkassoschlägers bezeugen können.
    Damit sollten Sie auch vor Gericht (sollte der Täter Anzeige wegen Körperverletzung erstatten) auf der sicheren Seite stehen.
    Sa-Bo und Theo gefällt das.
  12. Baselifter

    Baselifter Plapperer

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  13. Theo

    Theo Sehr aktiver Plapperer

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    Heute habe ich einen köstlichen Artikel gelesen.
    Dieser bezieht sich zwar auf Deutschland gilt aber auch sinngemäss für die Schweiz.

    Das Guerilla-Handbuch für Kündigungen

    Auch das Verhalten und die Tricks der Inkassobüros ist in lockerer Schreibweise dargelegt.
    Lest diesen Artikel mal in aller Ruhe durch ... und vergesst nicht das Schmunzeln dabei. :D

    Gruss
    Theo
  14. Julia

    Julia Neuer Plapperer

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    Ich würde auf jeden Fall bei tellows.ch nachschauen. Da gibt es total viele Kommentare über Inkassobüros!
  15. MichaelDäppen

    MichaelDäppen Neuer Plapperer

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    Guten Tag, bin ganz frisch hier, das Thema jedoch nicht so :) aber es überschneidet immer wieder das Präsens... Kurz meine Story: aufgrund eines Schicksalsschlags bin ich vor ein paar Jahren mit meiner Unternehmung pleite gegangen. Nun haben sich die Schulden bis tief im Privatvermögen genagt. Resultat: Lohnpfändung! Ich hatte viel mit Inkassobüros zu tun gehabt. Dass sie mit der Ausrede von OR 106 u.a. Geld abzocken habe ich erst vor kurzem erfahren. Nun eine Frage: Kann ich das zu viel bezahlte Geld auf Betreibung bzw. Pfändung zurückfordern? Scheinbar sollte es ja auf Zivilprozessebene gehen, aber wie? Und unter welchen Bedingungen? Gesetze die dafür sprechen?

    Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand konkrete Tipps geben könnte, um endlich ein normales Leben zu führen. Herzlichen Dank! Michi
  16. Heinz

    Heinz Plapperer

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    Salü Michi

    das Problem ist, dass bereits bezahlte Beträge an diese dubiosen Inkassobüros als 'akzeptiert' gelten und deshalb schon aufgrund der Betragshöhe mit wenig Chancen auf Erfolg zurück gefordert werden können. Ich habe vom Job her täglich mit solcherlei Forderungen von Inkassobüros zu tun. In Zwischenzeit kennen mich die Einen oder Anderen bereits und lenken sofort am Telefon ein, sobald ich denen sage, dass mein Klient die Betreibungskosten und Verzugszinsen akzeptiert - mehr aber nicht.

    Es gab bisher noch kein einziges Inkassobüro, welches auf meine Intervention nicht auf diesen dubiosen 'Verzugsschaden' und was die Bezeichnungen sonst noch so alles sind, verzichtet hätte. Dies ist aber halt nur VOR deiner Zahlung möglich, nachher wirds einfach aufwendig, da ja dann DU Kläger und vorschusspflichtig für Gerichtskosten wirst.

    Schade, dass es immer wieder passiert. Man kann nicht genug warnen, dass Inkassobüros mit DIR keinen Vertrag haben, sondern mit dem Auftraggeber (deinem Gläubiger).

    Falls du Fragen hast, nur zu, ich kann dir kompetent antworten.

    Gruss
    Heinz
  17. Araneea

    Araneea Neuer Plapperer

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    Ganz wichtig ist auch niemals eine Teilzahlungsvereinbarung zu unterschreiben weil man sonst mit der Unterschrift auch diesen Verzugsschaden akzeptieren würde. Also nie irgendwas unterschreiben was vom Inkassobüro kommt.